Liga 3: Vielversprechender Auftakt in die Kick-Off Saison des ADAC SimRacing Cup

|  

"Kein Motorsport ist auch keine Lösung". So wurden die Zuschauer am Livestream vom Moderatoren-Duo Joshua Hildebrand und Jan Seyffarth begrüßt und endlich stand nach langer Vorbereitungszeit das erste Rennen des ADAC SimRacing Cup auf dem Plan.

In Liga 3 - der Tourenwagenklasse des ADAC SimRacing Cups - wird einheitlich auf dem Audi RS3 LMS gefahren, bei dem das Setup nicht verändert werden darf. Es entscheiden also alleine die fahrerischen Fähigkeiten und nicht die Leistung der Fahrzeuge, die jewils über ca. 330 PS und Frontantrieb verfügen. DieTeilnehmer haben also Bedingungen wie etwa bei einem Markenpokal.

26 der insgesamt 31 für diese Liga qualifizierten Tourenwagen nahmen das Debütrennen unter ihre virtuellen Räder.

Los ging es also zunächst mit dem esten offiziellen freien Training auf den 4,25KM an der Nordsee und dem anschließenden Qualifiying, in dem es um die erste Pole Position des ADAC Simracing Cups ging. Diese sicherte sich Johannes Wittenbeck von der Rallye Gemeinschaft Rosenheim mit einem Vorsprung von 0,327 Sekunden auf Tobias Niederelz, der die erste Startreihe komplettierte.

Der erste Start der neuen Meisterschaft wurde insbesondere von der erfahrenen
Rennkommission mit Adleraugen beobachtet - gerade weil sich in dieser Liga viele Neueinsteiger oder Fahrer mit wenig SimRacing-Erfahrung befinden. 

Sowohl der Rennleiter als auch die eingesetzten Sportwarte bringen alle sehr viel Erfahrung aus dem realen Rundstrecken-Motorsport mit und hatten gleich im ersten Rennen zahlreiche Aktionen zu bewerten und entsprechend zu sanktionieren.

Nach einem guten Start von Tobias Niederelz, Lars Jenner und Dennis Leissing, die gleich an Wittenbeck vorbei kamen, kam das komplette Feld sauber durch die ersten Kurven bis Fabian Koors in der Slotemakerbocht von der Strecke abkam und nach einem Einschlag in die Streckenbegrenzung zurück auf die Strecke geschleudert wurde, wo einige Fahrer nicht mehr ausweichen konnten.

Weitere Zwischenfälle dieser Art standen im Lauf des Rennens immer wieder auf dem Programm - etwa bei Jan Brandenburg, der ebenfalls einen Einschlag in die Leitplanken zu verzeichnen hatte. 

Aber es wurde auch gutes Racing geboten, z.B. von Jens Kreutz vom MSC Niederndorf oder Niklas Fanslau vom MSC Odenkirchen, die beide zweistellige Positionsverbesserungen zu verbuchen hatten. 

Lars Jenner vom AC Reutlingen gab die Position an der Sitze des Feldes bis zur Ziellinie nicht mehr ab - er konnte souverän einen kleinen Vorspung herausfahren und krönte sich zum ersten Sieger dieser neuen Serie, gefolgt von Wittenbeck und Stefan Thränhardt.

Pole Position in Rennen 2 für Jens Kreutz vom MSC Niederndorf 

Jens Kreutz, der Rennen 1 nach Start von Rang 23 als Zehnter beenden konnte, war durch den Reverse Grid der Top 10 auf ersten Startplatz für Rennen zwei und ging somit vor Michael Mathes, Rene Köhler und Joel Buckler ins zweite Rennen.

Kreutz, Leissing und Buckler konnten sich mit gutem Start vone festsetzen, wärend es im Mittelfeld bereits vor der ersten Kurve zu einem Zusammenstoß kam, in Folge dessen die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Rennen für mehrere Teilnehmer in Luft aufgingen.

Auch in Rennen 2 hatte die Rennkommission zahlreiche Situationen zu begutachten und musste in einigen Fällen eingreifen, um für fairen Motorsport zu sorgen. 

Dennis Leising konnte sich an der Spitze aus Allem heraushalten und einen ungefährdeten Sieg einfahren. Er hatte am Ziel mehr als 16 Sekunden Vorsprung auf Jenner, der zweiter wurde, sowie Thränhardt, der sich erneut den dritten Rang sicherte und mit seiner Taktik "Erst mal abwarten und zuschauen, auf Fehler der andren lauern" beim Moderatoren Duo den Begriff der "Thränhardt-Taktik" prägte.  

Lars Jenner, der genau so wie Thränhardt zwei Mal auf die Podiumsplätze fuhr, geht als Meisterschaftsführender der Liga 3 ins zweite Rennen nach Imola.