Liga 3: Erneuter Sieg durch einen Gaststarter zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte

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Pole Position für Lars Jenner - Sieg für Gaststarter Dreyer

Start frei für die zweite Hälfte der Premierensaison der ADAC SimRacing Cup. Rennen 5 und 6 der Kick Off Meisterschaft fand auf der Grand Prix Strecke des Nüburgrings statt.

30 Audi RS 3 gingen in Liga 3 an den Start und zunächst gab es ein bekanntes Bild, denn der Meisterschaftsführende Lars Jenner vom AC Reutlingen holte sich die Pole Position vor Timon Dohnke und David Trefilov.

In große Fußspurgen trat Gaststarter Jonas Dreyer: Beim letzten Event der Liga 3 konnte Carsten Gieseler als Gaststarter beide Rennen für sich entscheiden. Zumindest nach dem Qualifying sah es danach aber nicht aus. Hier gelangt ihm die achtschnellste Zeit.

Die ersten Führungskilometer nach dem Start gehörten dem Meisterschaftsführenden Lars Jenner, der sich aber schon in der ersten Runde von Timon Dohnke überholt lassen musste. Timon Dohnke vom MSC Groß Dölln lieferte fortan eine tadellose Leistung an der Spitze ab und konnte sich aus allem heraushalten, was ihm ohne sein Zutun seine gute Platzierung hätte kosten können.

Gaststarter Dreyer vom MSC Knetzgau nahm sich dann doch ein Vorbild an seinem Vorgänger als Gaststarter und kam innerhalb weniger Runden nach vorne um dann bei bei Beginn des letzten Renndrittels nach Überholtung von Lars Jenner Druck auf den Führenden Dohnke zu machen.

Mit starken Rundenzeiten konnte er die Lücke zufahren um dann sogar am Führenden vorbeizukommen. Timon Dohnke konnte sich den Platz an der Sitze zurückholen um ihm dann wenige Runden vor Ende erneut zu verlieren. Die ersten drei Fahrer lagen kurz vor Ende innerhalb einer Sekunde und zeigten ein tolles Rennen.

Der Sieg ging zum dritten Mal in Folge an einen Gaststarter. Timon Dohke holte sich für Platz zwei die volle Punktzahl weil Gastfahrer keine Punkte erhalten.

Starkes Rennen vorne - wilde Manöver hinten

Patrick Stiegler nahm nach seinem zehnten Platz in Rennen 1 den zweiten Lauf am Nürburgring von der Pole Position unter seine Räder. Der Start verlief im vorderen Feld ohne Zwischenfälle, während es ihm hinteren Feld schon vor der ersten Kurve zu einigen kleineren und größeren Berührungen kam.

In einer teilweise wilden ersten Rennrunde gab es viel Lackaustausch – zum Beispiel auch zwischen Nico Ziehr und Tobias Niederelz, die nach einem Zusammenprall mit Einschlag in der Leitplanke endete. Beide mussten das Feld an sich vorbeiziehen lassen.

Einen bemerkenswerten Sprung nach vorne schaffte Martin Denker, der schon im ersten Renndrittel den Sprung in die Top 10 erreichte und das von Startplatz 28 (!).

Michael Mathes, Johannes Wittenbeck und Stefan Thränhardt bildeten die Spitze und lieferten sich in in diesem Trio sehenswerte Positionskämpfe während einem Großteil des Feldes anzusehen war, dass  Konzentration und Disziplin nachließen, was zu zahlreichen Einsätzen der Rennkommission führte.

Die Drei an der Spitze fuhren zu Rennmitte wie an einer Perlenschnur aufgereiht teilweise innerhalb einer halben Sekunde - quasi in einer anderen Welt. Dahinter - schon mit über zehn Sekunden Rückstand - Polesetter Stigler.

Zirka sieben Minuten vor Ende des 30-minütigen Rennens begann die Zeit des Rennsiegers aus Lauf 1: Jonas Dreyer nutze aus, dass Wittenbeck, Mathes und Thränhardt in ihren Positionskämpfen um die Spitzenplätze Sekunden liegen liesen und konnte so immer näher an die Spitze heranfahren.

Die Aufholjagd von Martin Denker nahm durch einen Dreher ein Ende – zur Zeit des Drehers hatte er sich um 21 Positionen auf Platz sieben verbessert.

Zurück zur Spitze, die weiterhin ein sauberes Rennen fuhr. Dreyer konnte aufschließen und kam durch ein gedankenschnelles Manöver bei der letzten Durchfahrt der NGK Schikane sogar an Michael Mathes und Stefan Thränhardt vorbei. Er sicherte sich bei einem tollen Finish Position zwei hinter Johannes Wittenbeck. Im Mittelfeld konnten sich Martin Denker auf Position zehn und Joel Buckler auf Position zwölf ihre Positionen um jeweils 18 Positionen verbessern.