Liga 1: Premiere und Sieg für den Lamborghini Huracan GT3 EVO - Meisterschaftsführung für Jan Philipp Springob

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Zahlreiche Fahrzeugwechsel und ein Neuling unter den GT3 Boliden

Auf der virtuellen Strecke des Nürburgrings wurde die zweite Meisterschaftshälfte in der Liga 1 eingeläutet und diese brachte eine große Neuerung mit sich: Genau eine Woche vor dem Rennen hatte die Simulation iRacing mit dem Lamborghini Huracan GT3 EVO ein neues Fahrzeug zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer der Ligen 2 und 1 dürfen in der KickOff Meisterschaft einmal ihr Fahrzeug wechseln. Zudem wurden alle Fahrer, die einen BMW Z4 GT3 eingesetzt hatten, angewiesen, ihr Fahrzeug zu tauschen. Der Grund: iRacing hatte den BMW Z4 nicht mehr mit einer neuen BOP eingestuft, weshalb der Wagen nicht mehr konkurrenzfähig war und daher nicht mehr zum ADAC SimRacing Cup zugelassen wurde.

Einige Fahrer nutzen die Möglichkeit und stiegen auf ein anderen Fahrzeug um auch der Lamborghini Huracan GT3 EVO feierte sein Debüt beim ADAC SimRacing Cup.

Nicht am Start war unter anderem Danny Giusa, der bei der letzten Veranstaltung in Imola beide Rennen gewinnen konnte.

Rennen 1: Das Heimrennen als heimlicher Höhepunkt der Saison

Auf der längsten Strecke der Saison sicherte sich Jan Philipp Springob vom Olper AC vor Marc Engels die Pole Position. Engels bewies, dass er auch mit seinem neuen Auto schnell ist – er wechselte vom Audi R8 LMS auf den Ferrari 488 GT3.

Springob zeigte gleich, dass ihm der Nürburgring liegen würde und konnte mit einem guten Start gleich zwei Wagenlängen Vorsprung herausfahren.

Conner Karnik schnupperte kurz an Position zwei, musste auf der Außenbahn dieses Vorhaben aber wieder abbrechen. Hubertus Carlos Vier verlor seine Position in der Mercedes-Arena und musste sich zunächst hinten einreihen.

Ferrari Pilot Merlin Wolf verlor in der NGK-Schikane unverschuldet seine Position im vorderen Drittel durch einen Femdkontakt und wurde daraufhin durchgereicht.

An der Spitze konnte sich Marc Engels, der inzwischen die Führung übernommen hatte, leicht absetzen. Conner Karnik, Jan Philipp Springob und Marek Böckmann folgten auf den Plätzen zwei bis vier.

Wenngleich Audi Pilot Karnik den Rückstand auf den führenden Ferrari noch einmal verringern konnte, blieb es beim Ergebnis, was für den bis dato Führenden in der Meisterschaft den ersten Sieg und Startplatz zehn in Rennen 2 bedeutete.

Rennen 2: Dominanter Stier in orange

Hubertus Vier, der in Rennen 1 eine beachtliche Aufholjagd lieferte, startete durch den Reverse-Grid mit seinem Lamborghini von Position zwei, direkt hinter Marius Braun im Audi R8 LMS GT3 und Vier machte genau so weiter wie im ersten Rennen. Sein Ziel: Position 1 – ihm im Nacken war Sascha Popp im blauen Ferrari.

In einem Rennen, das von vielen kleinen Kontakten geprägt war, ging der Plan von Hubertus Vier schnell auf, er ging vorbei am Führenden - während der Plan von Conner Karnik überhaupt nicht aufging: Er musste Kontakt mit der Leitplanke machen und verlor dadurch zahlreiche Plätze.

Marius Braun konnte sich auf Position drei behaupten. Hinter ihm Robin Rein im Audi und danach schon Jan Philipp Springob.

Zu Beginn des letzten Renndrittels war der Traum vom Podium für Sascha Popp greifbar. Er hielt sich auf einer guten dritten Position und steuerte einen Platz unter den besten Drei an – doch vorbei der Traum zirka fünf Minuten vor der schwarz-weiß karierten Flagge: Robert Kindervater wählte nach der Start/Ziel-Geraden überraschend einen äußerst frühen Bremspunkt sodass Robin Rein nicht mehr ausweichen konnte. Sacha Popp war Leittragender dieser Kollision weil er vom abfliegenden Audi von Robert Kindervater so stark getroffen wurde, dass jegliche Ambitionen im Staub des Kiesbettes aufgingen.

Rein im Audi R8 erbte Position drei, die er über die Ziellinie bringen konnte. An der Spitze gab es keine Positionsveränderungen mehr - mit über sechs Sekunden Vorsprung gewann Hubertus Vier, der damit die Siegfähigkeit des Lamborghinis unter Beweis stellte.

Jan Philipp Springob gelang durch die beiden Podiumsplätze am Nürburngring der Sprung auf Position eins in der Meisterschaft vor den beiden abschließenden Rennen im belgischen Zolder Anfang Januar.