Liga 3: Meisterschaftsentscheidung in den letzten Runden

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Finale im belgischen Zolder

Vor den letzten beiden Rennen der Liga 3 hatte eine Hand voll Teilnehmer noch theoretische Chancen auf die Meisterschaft - allen voran Lars Jenner und Johannes Wittenbeck.

29 Teilnehmer gingen beim letzten Event der Liga 3 an den Start, darunter die drei Gaststarter Marvin Rambow, Simon Rohowski und Patrick Stigler.

Beim letzten Qualifying erreichte Lars Jenner, der als Meisterschaftsführender ins Finale ging, den fünften Startplatz. Den Platz davor sicherte sich sein größter Konkurrent um die Meisterschaft, Johannes Wittenbeck. Für die Pole Position qualifizierte sich Fabian Koors vor Jan Brandenburg.

Von Anspannung bei den Fahrern war am Start noch nichts zu sehen, denn dieser war ohne jegliche Kollissionen, was in einem Starterfeld von fast 30 Fahrzeugen beachtlich ist.

Lars Jenner und Johannes Wittenbeck konnten beim Start schon erste Plätze gut machen und reihten sich hinter Timon Dohnke ein. Stefan Thränhardt und Gastfahrer Simon Rohowski komplettierten die Spitzengruppe zu Rennbeginn.

Dohnke konnte sich in der Folge einen kleinen Vorsprung herausfahren, stets gefolgt von Wittenbeck und Jenner.

Eine besondere Challenge wartete im Rennverlauf auf alle Teilnehmer, denn der Sprit, der im einheitlichen Setup vorgegeben war, reichte nicht für die komplette Renndistanz und zwang alle Fahrer zu einem Tankstopp.

Nachdem alle Fahrer diesen absolviert hatten, lag Gastfahrer Simon Rohowski vom MSC Puma Kuppenheim an der Spitze und verteidigte diese Position bis ins Ziel. Es war nicht der erste Sieg eines Gastfahrers in Liga 3 des ADAC SimRacing Cup.

Martin Denker erreichte mit Rang zwei sein bestes Saisonergebnis und somit volle Punktzahl. Lars Jenner und Johannes Wittenbeck kamen auf den Positionen sechs und sieben durchs Ziel, womit die Meisterschaftsentscheidung auf das achte und letzte Rennen vertagt wurde.

Finale: Nervöser Beginn und Entscheidung in den letzten Runden

Die Aufregung um die Entscheidung in der Meisterschaft war den Teilnehmern beim finalen Lauf am Start schon anzusehen. Große Teile des hinteren Starterfeldes waren in eine Kollision involviert und auch Lars Jenner verlor schon früh viele Plätze.

An der Spitze führte Jan Brandenburg das Rennen  vor Johannes Wittenbeck an, Gastfahrer Simon Rohowski kam zwischenzeitlich an die Spitzengruppe heran, musste aber im weiteren Verlauf nach einem Dreher seine Position abgeben und wurde im Feld durchgereicht bis ins hintere Drittel.

Johannes Wittenbeck tat alles ihm Mögliche um seine Chancen auf die Meisterschaft zu erhöhen und übernahm die Führung schon im ersten Renndrittel. Zu diesem Zeitpunkt lag er eindeutig auf Meisterschaftskurs.

Lars Jenner kämpfte sich aber Platz um Platz nach vorne um die Chancen auf die Meisterschaft zu wahren und bis zum letzten Renndrittel waren diese auch wieder in greifbarer Nähe, denn er schnupperte bereits wieder an den Top 10 während Spitzenreiter Wittenbeck zu dieser Zeit seinen Vorsprung an der Spitzen auf über 7 Sekunden auf den Zweitplatzierten Jan Brandenburg ausbauen konnte.

Das Zünglein auf der Wage im Kampf um die Meisterschaft war dann wenige Runden vor Rennende ein Duell zwischen Timon Dohnke und Martin Denker. Die Kollission der beiden spülte Lars Jenner nach vorne auf Position neun, der sich durch diese Platzierung mit gerade einmal drei Punkten Vorsprung ganz knapp die erste Meisterschaft des ADAC SimRacing Cup sicherte.

Der Rennsieg und Platz zwei in der Meisterschaft ging an Johannes Wittenbeck.